Bunte TK Content Marketing1 Prozessoptimierung

Die Vorteile und Herausforderungen von KI im Content-Marketing für KMUs

Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) stehen beim Content-Marketing oft vor großen Herausforderungen, da Inhalte erstellen und pflegen Zeit und Geld kostet. Besonders mit knappen Budgets und Personal kann das schwierig sein. Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet jedoch neue Wege, um diese Probleme effektiv zu überwinden. KI kann helfen, relevante Themen zu finden, Inhalte schneller zu produzieren und diese auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zuzuschneiden, was die Kundenbindung und Konversionsraten erhöhen kann. Zudem erleichtert KI die Analyse der Content-Leistung, um Strategien zu optimieren. Für KMUs bedeutet dies eine Chance, effizienter zu arbeiten und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, solange sie die Technologie mit dem menschlichen Faktor ausbalancieren, um authentische Inhalte zu schaffen.


KI verspricht, die Erstellung, Verwaltung und Optimierung von Inhalten grundlegend zu verändern. Doch neben großen Chancen bringt sie auch signifikante Herausforderungen mit sich. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Vorzüge und Grenzen der KI im Content-Marketing.

KI treibt die Prozessoptimierung voran

Die Einführung von KI in die Content-Marketing-Strategien bietet zahlreiche Vorteile. Wie wir schon beschrieben haben, nutzt KI maschinelles Lernen und automatisierte Datenanalyse. Dies kann eingesetzt werden, um Verbraucherverhalten und -präferenzen der Zielgruppe präzise zu verstehen. Diese Fähigkeit ermöglicht die Erstellung personalisierter Content-Empfehlungen, die weit über die Möglichkeiten manueller Segmentierungstechniken hinausgehen. So kann eine KI-Analyse beispielsweise enthüllen, dass bestimmte Artikeltypen, Media-Inhalte oder Videostile zu bestimmten Tageszeiten bei der Zielgruppe besser ankommen. Dies ermöglicht die Erstellung gezielterer und effektiverer Content-Pläne.

Laut einer Studie der Strategieberatungsfirma McKinsey & Co. konnten Unternehmen dank des Einsatzes generativer KI weltweit 4,4 Billionen US-Dollar mehr an Umsatz erzielen. Mehr als 40 % der Teilnehmenden an der Global Survey on the Current State of AI gaben an, ihre Investitionen in KI noch weiter zu erhöhen – offenbar ist man von generativer KI und ihren Möglichkeiten überzeugt. Das führt uns direkt zu unserem nächsten Punkt.

KI beschleunigt die Content-Erstellung

Ein weiterer wichtiger Vorteil der KI ist die Beschleunigung des Content-Erstellungsprozesses. KI-gestützte Content-Generierungstools liefern in Minuten Rohentwürfe für Blogbeiträge, Social-Media-Posts oder Marketing-E-Mails. Sie lernen aus bestehenden Inhalten und erstellen neue, thematisch relevante und stilistisch konsistente Inhalte. Dies erlaubt Marketingteams, schnell auf Marktveränderungen zu reagieren und die Zeit von der Ideenfindung bis zur Veröffentlichung erheblich zu verkürzen.

KI kann daher als erster, wichtiger Schritt hin zu einer Automatisierung und Prozessoptimierung im Marketing dienen. Dies ist insbesondere im Hinblick auf zwei Entwicklungen wichtig: Content-Marketing wird immer relevanter. Die Vorteile von Content werden von immer mehr Unternehmen erkannt, entsprechend wächst die Nachfrage. Jedoch ist auch die Branche des Online-Werbetexters (im Fachjargon gern „Copywriter“ genannt) und des Content-Redakteurs vom Fachkräftemangel betroffen. Bei zunehmender Nachfrage und gleichzeitiger Verknappung der Arbeit kann KI Abhilfe schaffen. 

KI dient als kreativer Katalysator

KI dient auch als Quelle der Inspiration und agiert als digitaler Sparringpartner für Content-Ersteller. Die KI kann Ideen und Strukturen für Texte vorgeben und die berühmt-berüchtigte Furcht vor dem leeren Blatt bekämpfen. Auch gegen Schreibblockaden kann die KI mit Inspiration aushelfen. Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass es manchmal sehr hilfreich ist, einfach die KI nach Vorschlägen für Texte zu fragen, um Feedback zu bitten oder nach Punkten zu fragen, die man selbst noch nicht bedacht hat.

An dieser Stelle kann ich es ja auch sagen: Dieser Blogeintrag wurde zum Beispiel mit KI erstellt. Die KI hat mir zunächst einen Text produziert, den ich nur noch aufarbeiten, mit weiterem Inhalt füttern und dann lektorieren musste. Arbeitsaufwand für diesen ca. 1000-Wörter Blogartikel von Konzeption bis zur Fertigstellung? Zwei Stunden (Pause zum Kaffeeholen mit einberechnet).

KI und der Umgang mit urheberrechtlichen Risiken

Die Nutzung von KI birgt jedoch auch Risiken, insbesondere im Bereich des Urheberrechts. Es ist entscheidend, dass KMUs die Originalität aller KI-generierten Inhalte überprüfen und urheberrechtliche Verletzungen vermeiden. Dies erfordert oft eine sorgfältige Überprüfung und Bearbeitung durch Menschen.

Es gab bereits mehrere bekannte Rechtsstreite um die urheberrechtliche Einordnung von KI-Texten und -Bildern. Insbesondere in der Bilderstellung mit KI sind urheberrechtliche und datenschutzrechtliche Probleme zu bedenken. Die Deep Learning-Datenbanken, aus denen die KI gespeist wird, scheren sich herzlich wenig um das Urheberrecht. Es braucht also hier einen Zwischenschritt, in dem ein Mensch die Ergebnisse überprüft.

Grenzen und Herausforderungen der KI erkennen

Trotz des Potenzials, die Content-Erstellung zu revolutionieren, hat KI ihre Grenzen. Die Qualität der KI-generierten Inhalte kann variieren, und nicht alle Ergebnisse sind sofort einsatzbereit. Eine menschliche Überprüfung und Anpassung ist unerlässlich. Darüber hinaus kann eine übermäßige Abhängigkeit von KI dazu führen, dass Inhalte unpersönlich oder generisch wirken, was die Fähigkeit eines Unternehmens, echte Verbindungen zu seiner Zielgruppe aufzubauen, untergraben kann.

Gute KI-Texte zu generieren ist zudem nicht so einfach, wie es scheint. Man kann nicht einfach einer KI sagen „Schreibe einen Blog“, man muss um qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erhalten, einen guten Befehl (auch „prompt“ genannt) an die KI eingeben. Das Design und Verfassen solcher Prompts ist eine Fähigkeit, die erlernt werden muss. Gutes Prompt-Design ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um zu erlernen.

Fazit: Ein ausgewogener Ansatz ist essenziell

KI im Content Marketing bietet KMUs eine hervorragende Gelegenheit, ihre Effizienz zu steigern und innovative, personalisierte Inhalte zu erstellen. Es ist jedoch wichtig, KI verantwortungsvoll einzusetzen und die menschliche Expertise mit den Fähigkeiten der KI zu kombinieren. Ein ausgewogener Ansatz, der die Stärken der KI nutzt, ohne die Bedeutung menschlicher Kreativität und Überprüfung zu vernachlässigen, kann KMUs dabei helfen, ihre Online-Präsenz zu stärken und tiefere Verbindungen zu ihren Zielgruppen zu knüpfen.

Wie Sie sehen können, braucht KI also noch immer menschliche Übersicht. Auch wird KI nicht Fotografen, Grafikdesigner und Werbetexter ersetzen, wie es die Boulevardzeitungen zum Erscheinen von ChatGPT düster prophezeiten. KI bietet enorme Vorteile, aber sie ist letztendlich nur ein Werkzeug im Werkzeugkasten. So wie die Dampfmaschine den Bergmann nicht ersetzt hat, sondern seine Arbeit effizienter gemacht hat, so macht auch die KI den Texter nicht überflüssig, sondern wandelt seine Arbeit. Und dabei macht es sie deutlich effizienter – die Idee zu diesem Blog und die grobe Struktur wurde auch mit GPT 4 erstellt und dann durch einen Menschen mit Inhalt gefüllt. Überarbeitung, Rechtschreibprüfung und die ganzen anderen, für einen Texter lästigen Dinge – alles von der KI gemacht.

Wenn Sie ebenfalls die Macht von KI nutzen wollen, Effizienz erhöhen und Kosten senken wollen, dann melden Sie sich gern bei uns für ein erstes Beratungsgespräch unter info@bunte-tk.de oder unter 0521-44812175.